Das Franziskanerkloster

Die Kirche der „Immacolata”

Mezzolombardo

Das Kloster und die Kirche „Unbefleckte Jungfrau Maria” – beide aus der Mitte des 17. Jh. – sind eine absolute Sehenswürdigkeit, schon wegen des uralten, in der Kirche aufbewahrten Kapitells und des wunderschönen Kreuzgangs vor dem Kloster.

DIE KIRCHE DER IMMACOLATA

Die Kirche der „Immacolata” geht auf das 17. Jh. zurück. Sie wurde an der Stelle errichtet, die als „Capitel della Madonna" bezeichnet wird. Dort gab es einst eine Ädikula mit der Figur der Jungfrau Maria und dem Kind. Im Jahr 1663, mit Beendigung der Arbeiten am Chor und im Hochaltarraum, wurde das Tabernakel der Madonna in die Kirche gebracht und dem Hochaltar beigefügt, wo es auch heute noch als Blickfang dient.  
Die Klosterkirche besitzt ein Giebeldach und wird seitlich von zwei Pfeilern flankiert. Sie erfuhr zwei Restaurierungen, nämlich 1885, nach dem Plan von Stefenelli, und 1961 nach dem Entwurf des Architekten Giovanni Tiella aus Rovereto. Diese Arbeiten bewirkten die Schließung der beiden Fenster, die sich seitlich vom zentralen Zweibogenfenster befinden. An ihrer Stelle wurden zwei Nischen eingebaut, in denen die beiden Figuren von St. Antonius und St. Franziskus ihren Platz fanden. Ferner kam im oberen Feld der Fassade eine Statue der Jungfrau Maria hinzu und oberhalb des Spitzbogenfensters ein Fresko mit dem Wappen des Franziskanerorderns.
Das Kircheninnere besteht aus einem Kirchenschiff, dem Hochaltar, ohne nennenswerte Nische, und dem halbkreisförmigen Chor. Beim Betreten der Kirche hat man drei, aus Holz geschnitzte Altäre vor Augen: Den Hauptaltar, der 1661 auf Kosten von Ludovico Vescovi errichtet wurde. Als Erinnerung an ihn befindet sich unterhalb vom Altarbild das Adelswappen, mit dem Motiv von zwei auf den Hinterbeinen stehenden roten Löwen. Das Altarbild stellt die Madonna mit Kind dar und auf ihren Seiten die Heiligen Franziskus und Antonius. Auf der Rückseite des Altars wird der Gekreuzigte dargestellt sowie die Heiligen Rochus, Sebastian, Petrus und Antonius der Abt. Auf dem linken Seitenaltar ist St. Antonius von Padua auf dem mittleren Altarbild abgebildet und auf dem rechten Seitenaltar St. Petrus von Alcantara. An den Wänden hängen vierzehn Bilder vom Kreuzweg.
Die Kirche der „Immacolata” grenzt an das Kloster der Franziskaner an, die sie behüten. Sie wurde zwischen 1661 und 1670 durch die Kongregation der „Padri Zoccolanti“ errichtet. Von beachtlichem Interesse sind der Kreuzgang – er wurde 1995 dem Original getreu restauriert – und die beiden Sonnenuhren.

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Öffnungen: immer geöffnet