Terre d'Adige

Zambana 

Der Ort Zambana war ursprünglich eine Zwischenstation an der Etsch, der damaligen Verkehrsader. Bis 1850, d. h. bis zum Bau der Eisenbahnlinie, war der Fluss der Schwerpunkt der Trentiner Wirtschaft.

Das Gebiet wurde bereits in der Urgeschichte besiedelt. Dies bezeugen archäologische Fundstücke in dieser Gegend: Dabei handelt es sich um eine Schichtenfolge aus dem Mesolithikum (vor 8.000 Jahren), die das komplett erhaltene Skelett einer Frau birgt, als Frau von „Vatte” bezeichnet. Diese Fundstücke befinden sich heute im „Museum für Naturwissenschaften“ in Trento.

Die Ortschaft, am Fuße des Paganella und bei der Einmündung ins „Val Manara”, dem früheren Verbindungsweg zwischen dem Etschtal und dem südlichen Val di Non gelegen, litt sehr unter dem sie umgebenden Sumpfgebiet und den Überschwemmungen des Wildbachs Valmanara. Nach der Trockenlegung des Sumpfgebietes und der Begradigung des Wildbachs Noce, gegen Mitte des 19. Jh., spezialisierte sich Zambana auf den Anbau von weißem Spargel. Einem Anbau, der auf italienischem Niveau großen Anklang fand und findet.

Im 20. Jahrhundert erlebte Zambana eine touristischen Aufschwung, dank der Seilbahn nach Fai della Paganella. Diese glorreiche Zeit wurde 1955 leider brüsk unterbrochen, als ein katastrophaler Bergsturz das Dorf unter sich begrub und es fast völlig zerstörte.

Verschont blieb lediglich die schöne Kirche aus dem 16. Jh., den Heiligen Philipp und Jakob geweiht. Sie wurde erst kürzlich restauriert und wird durch einen Schutzwall vom Dorf getrennt.

Ein Großteil der Einwohner übersiedelte in die neue Ortschaft, die sich Zambana Nuova nennt. Auch dort gibt es heute eine den o.g. Heiligen geweihte Kirche. Zur Erinnerung an den 1955 erfolgten Erdrutsch gibt es auf dem Platz zwei Felsblöcke.

Eine Brücke aus unserer Zeit verbindet nunmehr die beiden Ortschaften, d. h. das ehemalige und das neu errichtete Dorf.

Nave San Rocco 

Der Ort Nave San Rocco ist, wie sein italienischer Name aussagt, eng mit der Überfahrt von Passagieren und Waren auf der Etsch verbunden und war schon in frühen Zeiten eine wichtige Zwischenstation bei der Flussschifffahrt.  

Die Umgebung des Orts ist auch noch heute von der ehemaligen germanischen Domäne gekennzeichnet, und zwar durch die Anordnung der zerstreut liegenden Gehöfte, die sich, wie auch in Südtirol, nicht in den Dörfern, sondern in ihrer Umgebung befinden.

Heute widmet sich dieser Ort fast ausschließlich der Landwirtschaft, insbesondere dem intensiven Apfelanbau.

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