Schloss Monreale (Königsberg)

Die ehemalige Hochburg der Grafen von Eppan und Sitz der Gerichtsbarkeit und der politischen Macht

Das Schloss Monreale (Castello di Monreale) – als Königsberg bekannt – ist ein Märchenschloss, ein einsamer Wachposten, mitten im Grün der Wälder von Faedo, das aus seiner Höhe die damals zu Tirol gehörigen Gebiete dominiert.

Ehemalige Hochburg der Grafen von Eppan, ein einsamer Wachposten, mitten im Grün der Wälder von Faedo, wurde das Schloss Königsberg im 14. Jh. Sitz der von den Grafen von Tirol ernannten Dynastien, und folglich Mittelpunkt für die lokale Politik und Verwaltung. In einem Dokument aus dem Jahr 1326 wird erstmals Königsberg-Giovo erwähnt.

Die Dynastien von Königsberg waren Machthaber über ein Gebiet, das die Ortschaften Lavis, Pressano, Nave, San Michele und Faedo, Giovo, Lisignago, Cembra, Faver und Valda einschloss. Die gesamte Gerichtsbarkeit dehnte sich bezüglich der Zivil- und Strafjustiz auf den Verwaltungsbezirk aus. Die Königsberger Gerichtsbarkeit verkörperte eine strategische Wichtigkeit, denn sie war der südlichste Punkt der Tiroler Domäne: die Demarkationslinie zwischen den deutsch- und italienischsprachigen Gemeinschaften. Ein obligatorisches Durchreisegebiet für Menschen und Waren, die von Süden nach Norden oder in umgekehrter Richtung unterwegs waren.

In den darauf folgenden Jahrhunderten ging das Schloss an die Habsburger über. Im 17. Jh. wurde es von den „Rubin de Cervin Albrizzi” und im 20. Jh. vom Unternehmer Karl Schmid, aus Meran (Weingut Schloss Rametz), erworben.

Die ursprüngliche Struktur vom Schloss ist schwerlich abzuschätzen, denn im Laufe seiner Geschichte erfolgten mehrmals tief greifende Umbauarbeiten. Bis in unsere Tage blieb ein sechseckiger Turm erhalten sowie eine zinnengekrönte Mauer. Im Inneren des Schlosses befindet sich auch eine Privatkapelle.

Bibliographie: A. Casetti, Storia di Lavis. Giurisdizione di Königsberg-Montereale, Società di studi trentini di scienze storiche, Trento, 1981

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